20.02.2022

Am 20.02.2022 wurde Martina Maurer in ihren Dienst als neue Lektorin der Gemeinde eingeführt.

Auf der Suche nach dem lebendigen Wort

In der evangelischen Landeskirche ist der Taler für Lektoren mit einem roten Schalkragen versehen.
Bildrechte: Schmid

Ursprünglich katholisch aufgewachsen und erzogen, führte die Pubertät Martina Maurer spirituell in Richtung der evangelischen Kirche. Über den Gospelchor fand sie vor knapp 20 Jahren den Anschluss an die Petruskirche. In den verschiedensten Gremien, Kreisen und auch im Kirchenvorstand konnte man sie seitdem antreffen. 
Die Unterstützung und Weiterbildung der Leselektoren liegt ihr am Herzen, was dazu führte, dass sie nach einem Jahr Wartezeit in Bischofsheim in der Rhön die Ausbildung zur liturgischen Lektorin beginnen konnte. In zehn Monaten durfte sie an jeweils einem Wochenende ihr Wissen aufbauen und absolvierte im Januar 2022 erfolgreich die Prüfung. Mit ihrem Einführungsgottesdienst ist die Ausbildung zur Lektorin für Martina Maurer am Sonntag, den 20.02.2022 zu Ende gegangen.

In der voll besetzten Petruskirche wurde sie von ihrem Praxisbegleiter Pfarrer Johannes Knöller feierlich in ihr neues Amt eingeführt. Er bezeichnete dabei die Taufe, durch die jede Christin und jeder Christ von Gott zum Dienst berufen wird, als DNA des Protestantismus. 
Lektorin Maurer hat sich für ihren Dienst Worte aus dem Johannesevangelium ausgewählt, in denen es heißt: „Glaubt an das Licht, solange ihr`s habt, auf dass ihr des Lichtes Kinder werdet“ und bekannte sich mit klarer Stimme dazu, ihren Dienst nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift und dem Bekenntnis der evangelischen Kirche auszuführen. 

die Segnung
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Segensworte wurden ihr von Christina Richtmann, einer langjährigen Weggefährtin und Helga Happ-Dodel, mit der gemeinsam sie die Ausbildung zur Lektorin durchlief, sowie ihrem Mann Hans Maurer zugesprochen. 
Im Anschluss überreichte Pfarrer Knöller ihr feierlich den Talar und ermutigte sie dazu, in ihren Predigten die Freiräume zur persönlichen Gestaltung der vorgegebenen Lesepredigten zu nutzen, die ihr von der Petrusgemeinde eingeräumt werden. 

Dann war der Moment gekommen, an dem Martina Maurer zum ersten Mal die Kanzel bestieg, um über die Worte Gottes, die schärfer als jedes zweischneidige Schwert sind zu predigen. 
Sie stellte heraus, dass Worte mehr als ein akustisches Ereignis sind, die zugleich Ohr, Herz und Verstand berühren. 
Sie ermutigte die Gemeinde dazu, die Berührung mit Gottes Wort zu üben und Momente der Achtsamkeit in den Alltag einzubauen, damit das göttliche Skalpell im Herzen wirksam werden kann. 
Sie schloss mit dem Bezug zur Lesung, dass Gottes Same nur dort aufgehen kann, wo der Mensch zum Hörenden wird und ihn in seinem Herzen gedeihen lässt.

Judith Schmid

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