18.06.2022

„Gemeinde on tour" zu Georg Elser nach Königsbronn und Hermaringen

Am 18. Juni hieß es wieder „Gemeinde on tour". 
Insgesamt 25 Personen machten sich an einem heißen Samstagnachmittag auf den Weg nach Königsbronn. Dort gibt es eine Gedenkstätte für Georg Elser. Dieser schwäbische Schreiner hatte ganz eigenständig ein Attentat auf Hitler vorbereitet. Kurz nach dem Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen führte es Elser im Münchner Bürgerbräukeller durch.

Das geschah am 8. November 1939, erstaunliche viereinhalb Jahre vor Stauffenbergs Attentat in der Wolfsschanze. Bei seiner Anklage äußerte Georg Elser den bekannten Satz: „Ich wollte den Krieg verhindern."

Bild: J..-P. Barraud

In einem einstündigen, lebendigen Vortrag erhielten die Mitgereisten viele Hintergrund-Informationen von einem passionierten Geschichtslehrer.
Danach stärkten wir uns im wunderschönen Café mit dem tollen Namen veredelt.
Der Bus der Firma Egner brachte uns dann noch nach Hermaringen, dem Geburtsort von Georg Elser.

Dort steht ein neues „Denk-mal“ für den lange Zeit kaum gewürdigten Sohn des Ortes. Spätestens seit der Einweihung am 80. Jahrestag des Attentats durch
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Jahre 2019 sind jedoch sowohl die Königsbronner als auch die Hermaringer stolz auf Ihren Georg Elser.

Besichtigung
Bildrechte: Weyer

Zwei Mitglieder der Hermaringer Georg-Elser-Projektgruppe erläuterten uns, wie es zu dem Denkmal aus Beton und Holz gekommen war. Seine Schöpferin Nina Seliger,
damals Studentin an der Ulmer Hochschule für Kommunikation und Gestaltung, brachte ihre Interpretation der Skulptur und gleichzeitig der Person Elser mit den
Worten auf den Punkt:
„Manchmal ist es nötig,
sich aus der Masse zu
lösen und eigene Wege
zu gehen.“ 

Leicht verspätet, aber um viele Informationen reicher, traten wir dann die Heimreise nach Neu-Ulm an.

Ausblick: Im Herbst 2022 werden Pfarrer Barraud oder Pfarrer Knöller im Rahmen einer Bibelstunde christliche Sichtweisen auf das Thema Tyrannen-Mord vorstellen. Spannend!

Jean-Pierre Barraud und Berthold Dworzak